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Gründung der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Grabatz



Die Gründung der HOG Grabatz


Die Heimatortsgemeinschaft (HOG) Grabatz wurde im September 1970 mit dem Hauptziel der Zusammenführung und Verbindung aller Landsleute untereinander gegründet.

Bis auf ein paar wenige Ausnahmen haben alle ehemaligen deutschen Einwohner Grabatz verlassen. Die Mehrheit der Auswanderer fand in Deutschland eine neue Heimat. Nach dem Umbruch im Jahr 1989 kam es im darauffolgenden Jahr zu einer regelrechten Massenauswanderung der Deutschen aus Rumänien. Dadurch entwickelte sich auch innerhalb unserer HOG eine derartige Dynamik, dass eine Vereinsgründung unumgänglich wurde. Der erste Vorstandsvorsitzende der HOG Grabatz war Michael Gruber († 2006). Danach hatte von 1984-2000 Jakob Dietrich das Amt des Vorsitzenden inne. Sein Nachfolger Josef Bauer musste im Jahr 2004 den Vorsitz aus persönlichen Gründen abgeben.

Im September 2004 wurde Alfred Ivanov zum Vorstandsvorsitzender gewählt und wird seither stellvertretend von Diethard Dietrich im Vorstand unterstützt. Während seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender ließ Michael Gruber die Grabatzer Kirche und die Friedhofsmauer instandsetzen, das erste Grabatzer Heimatbuch (Ortmonographie) von Dr. Petri wurde 1982 veröffentlicht. Sein Nachfolger Jakob Dietrich ließ das Kriegerdenkmal ergänzen und rundum überarbeiten. Er schrieb das "zweite Grabatzer Heimatbuch - Sonnenräume und Schattenseiten" (zwei Bände) , das 1998 erschien.

Unter seinem Pseudonym Theodor Alzinger veröffentlichte Jakob Dietrich den Gedichtband "Damit dies wüste Land zur Heimat werde". Er war an allen Grabatzer Buchveröffentlichungen sowie an unzähligen Zeitungspublikationen beteiligt. Nach seinem Rücktritt übernahm Josef Bauer das Amt des Vorstandsvorsitzenden. Als jahrelanger Kassenwart war er bereits mit seinen neuen Aufgaben vertraut und führte die Arbeit seines Vorgängers gezielt fort. Unter seinem Vorsitz wurden die ersten regelmäßigen Sportveranstaltungen eingeführt und das erste Grabatzer Heimatblatt veröffentlicht. Nachdem er nach nur einer Wahlperiode den Vorsitz aus privaten Gründen abgeben musste, wurde Alfred Ivanov im September 2004 - 2012 zum Vorstandsvorsitzenden gewählt.

Die HOG Grabatz veranstaltet, im Gegensatz zu vielen anderen Banater Gemeinden, ein jährliches Heimattreffen. Im Rahmen dieses Ereignisses trifft sich der HOG Vorstand, bestehend zur Zeit aus 8 Personen, zur Beratung über Maßnahmen die Vereinsarbeit betreffend. In Zusammenarbeit mit dem "Banater Hilfswerk" unterstützt die HOG die in der alten Heimat verbliebenen Deutschen. In den letzten Jahren wurde eine neue HOG Kartei angelegt, die über 2000 Personen umfasst. Aus dieser Kartei werden in der "Banater Post" alle zwei Wochen Geburtstage, runde Hochzeitstage und Todesanzeigen veröffentlicht.

In den letzten Jahren erschienen verschiedene Publikationen wie: "Michael Müller - ein Grabatzer Original" (2004), "Das Fluchttagebuch des Pfarrers Franz Haubenreich" (2006), neun Auflagen des Heimatblatts und das "Familienbuch der katholischen Pfarrgemeinde Grabatz im Banat 1768 - 2008" (2008).

Im Jahr 2005 wurde ein Lehrer-Schülertreffen der deutschen Grabatzer Schule in Heilbronn veranstaltet, ein einmaliges und unvergessliches Ereignis für alle Beteiligten. Eine ganz neue Internethomepage wurde in diesem Jahr gestaltet.

Die Friedhof- und Kriegerdenkmalpflege wird von der HOG weitergeführt und unterstützt, genauso wie die Verbindung zu den in Grabatz verbliebenen Deutschen. Viele der von der HOG gesetzten Ziele wurden verwirklicht, viele andere müssen noch in die Tat umgesetzt werden. Ein Ziel wurde jedoch nicht erreicht - die Instandhaltung unserer Heimatkirche.

Geschrieben von Alfred Ivanov

Erstellt: 30.11.2013, zuletzt geändert: 20.01.2014